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Aufgrund der
aktuellen Verordnung zur Eindämmung der Pandemie
bleiben die Museen des KHM-Museumsverbandes von 3. November bis voraussichtlich
6. Dezember 2020 geschlossen!

Beethoven
Erregt
Inspiriert
Berührt
Überwältigt
Provoziert
Erstaunt
bewegt

29.9.2020–24.1.2021

KUNSTHISTORISCHES
MUSEUM WIEN

Das Kunsthistorische Museum Wien präsentiert in Kooperation mit dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine durchaus ungewöhnliche Hommage an Ludwig van Beethoven (1770–1827).

Beethovens universelle und einzigartige Rezeption, die epochale Bedeutung seiner Musik, aber auch die Wahrnehmung seiner ikonengleich stilisierten Person lassen eine Unmenge von Anknüpfungspunkten zu; Hoch- und Populärkultur, Kommerz und Politik nützen ein nahezu unerschöpfliches Reservoir zur Inspiration oder auch Vereinnahmung.

Die Ausstellung bringt Gemälde von Caspar David Friedrich, Skizzenbücher J. M. W. Turners, Grafiken von Francisco de Goya, Anselm Kiefer und Jorinde Voigt, Skulpturen von Auguste Rodin, Rebecca Horn und John Baldessari sowie eine für die Ausstellung entwickelte neue Arbeit Tino Sehgals, ein Video von Guido van der Werve u. v. m. ins Gespräch mit der Musik, kostbaren Autographen und der Person Beethovens. Sie schlägt so eine Brücke bis zur Gegenwart: Meisterwerke der Bildenden Kunst gehen Verbindungen mit Musik und Stille ein.

Veranstaltungen

Gesprächskonzerte im Bassano Saal

Teilnahme frei, Anmeldung unter talks@khm.at

Donnerstag, 17. Dezember
20 Uhr

Leonore Prohaska

Eine unvollendete Revolutionsoper Ludwig van Beethovens
(Ur-)Aufführung unter der Leitung von Wolfgang Dosch und Niels Muus.
Schauspielmusik (Fragment, 1815) zu dem Drama von J. F. L. Duncker.
Studierende der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK, MA-Oper)
Leonore: Sepideh Eslambolchi
Krieger: Namil Kim, Jongmin Kim, Aguir Angenendt, Muratcan Atam
Klavier: Rafael Salas Chia
Im Anschluss: Susana Zapke (MUK) im Gespräch mit Thomas Macho (IFK).

Susana Zapke und Thomas Macho diskutieren über Beethovens Auseinandersetzung mit der Geschichte der Offizierstochter Eleonore Prochaska, die unter dem Pseudonym August Renz im Jahr 1813 in die Freiheitskriege gegen Napoleon zog. Für König und Vaterland gefallen, als Heldenjungfrau gefeiert, spiegeln sich in dieser weiblichen Figur charakteristische mythische Diskurse des 19. Jahrhunderts. Warum sich Beethoven wieder einmal dieser weiblichen Typologie annimmt um eine letztendlich unvollendete Revolutionsoper zu schreiben, die auch noch mit der Figur der Leonore aus Fidelio (1805/1806/1814) – dessen Vorlage wiederum die Oper Léonore, ou l’amour conjugal war – einige gemeinsamen Züge teilt, soll im Gespräch näher erläutert werden.

Thomas Macho forschte und lehrte am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2016 leitet er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) der Kunstuniversität Linz in Wien. 2019 wurde er mit dem Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet. Zu seinen Monographien zählen: Das Leben ist ungerecht (2010), Vorbilder (2011), Schweine. Ein Portrait (2015), Das Leben nehmen. Suizid in der Moderne (2017).

Susana Zapke ist Professorin für Historische Musikwissenschaft an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK). Ihre Forschungsschwerpunkte sind neben der Mediävistik (9.–15. Jh.), die Musik des 20. Jahrhunderts und die Musik im urbanen Raum - Symbolpolitik und Stadtimages mit Fokus auf Wien sowie Beethovens visuelle Rezeptionsgeschichte. Zuletzt erschienen: Beethoven visuell. Der Komponist im Spiegel bildlicher Vorstellungswelten, gem. mit W. Telesko und S. Schnidl. Wien: Hollitzer Verlag 2020.



Teilnahme mit gültigem Eintrittsticket. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für den Besuch der Ausstellung Beethoven bewegt einen Timeslot online oder an der Kassa besorgen müssen.

Donnerstag, 14. Januar
19 Uhr

Caprichos Goyescos

neue Kompositionen für Gitarre solo nach den Radierungen von Francisco de Goya
Jürgen Ruck, Gitarre
Im Anschluss: Wilhelm Sinkovicz (Die Presse) im Gespräch mit Jürgen Ruck

Ausgangspunkt dieser Gitarrenmusik sind die Caprichos von Francisco de Goya. Die 1799 in Madrid veröffentlichte Folge von 80 Radierungen „steht am Anfang der Moderne und markiert zugleich einen ihrer Höhepunkte“ (Werner Hofmann). Jürgen Ruck hat vor knapp zwanzig Jahren begonnen Komponistinnen und Komponisten zu bitten, für ihn Stücke für Gitarre solo zu jeweils einem der Caprichos zu schreiben. Über vierzig Kompositionen sind auf diese Weise entstanden, von denen passend zu den ausgestellten Grafiken eine Auswahl zu hören sein wird.

Jürgen Ruck ist Professor für Gitarre an der Musikhochschule Würzburg. Das Repertoire von Jürgen Ruck umfasst Musik vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Als Solist spielte er etwa mit dem Berliner Philharmonikern, dem Scharoun Ensemble, dem Pariser Ensemble intercontemporain, der London Sinfonietta, Phace|contemporary music Wien und den Rundfunkorchestern des WDR, NDR, SWR, SR, RAI Mailand und ORF. Jürgen Ruck engagiert sich besonders für die zeitgenössische Musik: als Gitarrist des Ensemble Modern sowie in Zusammenarbeit mit Komponisten wie György Kurtág, Helmut Lachenmann oder John Adams. Das Schaffen Hans Werner Henzes für Gitarre bildet einen besonderen Schwerpunkt seines Repertoires. Die CD-Einspielung dieser Werke erhielt den Schallplattenpreis ECHO KLASSIK 2000 in der Kategorie „Solistische Einspielung des Jahres“ für Musik des 20. Jahrhunderts.

Wilhelm Sinkovicz studierte Komposition und Musikwissenschaft in Wien. Seit 1984 ist er Musikkritiker der Tageszeitung "Die Presse". Gestaltung zahlreicher Rundfunksendungen. Jahrelange Unterrichtstätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) sowie am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Buchpublikationen über Arnold Schönberg, Johann Strauß, die Wiener Staatsoper u. a.



Teilnahme mit gültigem Eintrittsticket. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für den Besuch der Ausstellung Beethoven bewegt einen Timeslot online oder an der Kassa besorgen müssen.

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Ludwig van Beethovens (1770–1827) universelle und einzigartige Rezeption, die epochale Bedeutung seiner Musik, aber auch die Wahrnehmung seiner ikonengleich stilisierten Person erlauben eine Unmenge von Anknüpfungspunkten. Das vorliegende Buch eröffnet faszinierende Gedankenräume und entwickelt dabei ein Netz von Möglichkeiten und Assoziationen zwischen den Medien: Musik, bildender Kunst und dem geschriebenen Wort. Gemälde von Caspar David Friedrich, die Skizzenbücher William Turners, Grafiken von Francisco de Goya und Jorinde Voigt, Skulpturen von Auguste Rodin, Rebecca Horn und John Baldessari werden ins Gespräch und in Beziehung mit der Musik und Person Beethovens gebracht. Ergänzt werden diese Kunstwerke durch eine Vielzahl an Stimmen aus der ganzen Welt: Texte, die zwischen Wissenschaft und Literatur, Nähe und Distanz, Expertise und Schwärmerei changieren. Sie zeigen, dass der unvergleichliche Musiker auch 250 Jahre nach seiner Geburt die Menschen immer weiter auf ganz unterschiedliche Art und Weise zu bewegen vermag.

Broschiert € 35,00
Gebunden € 54,00
Erhältlich in unserem Shop und online.

Beethoven bewegt Katalog Hardcover
Beethoven bewegt Katalog Softcover
Beethoven bewegt Katalog Seite 37
Beethoven bewegt Katalog Seite 126
Beethoven bewegt Katalog Seite 204

STIMMEN SIE SICH EIN AUF „BEETHOVEN BEWEGT“ – MIT PODCAST & PLAYLIST AUF SPOTIFY

Beethoven bewegt – selbst, wenn um uns herum gerade alles still zu stehen scheint. Dies gilt auch für unsere große Beethoven-Ausstellung, die am 29. September eröffnet werden soll. Um Ihnen die Wartezeit zu verkürzen, bieten wir Ihnen auf Spotify schon jetzt einen PODCAST sowie eine PLAYLIST zu Beethoven an – hören Sie rein und entdecken Sie Beethoven auf vielfältige Art ganz neu…

Baldesari im Kunsthistorischem Museum Wien

Informationen in Gebärdensprache

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